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Grenzen

Über Rosenfeld-Leidringen und dem schönen Rottweil den Schwarzwald erreicht. Gütenbach. In der Nähe von Furtwangen im Schwarzwald. Ca. 800-850 m hoch. Waldrand.
Der Beifahrersitzweichmacher wird bald funktionieren, wenn ein Schlauch darunter liegt.

Will ich das?
Die Grenze naht.
Zu Frankreich.
Zu mir selbst.
Gehe an meine Grenzen.
Irgendetwas nagt.
Heimweh?!?
Werde an der Flasche riechen müssen dürfen.
ORIGINAL WREMER NORDSEE WASSER
Hat Louis mal abgefüllt in Wremen bei auflaufendem Wasser.
Danke!

www.energieberatung-schierbaum.de

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Beobachten

Die Fahrt.
Alles zieht vorüber.
Bunte Wiesen, Weiden, Wälder.
Zurückschalten.
Traktorgeräusche.
Wieder eine Steigung.
Urwälder, Gestrüpp; Laubbäume, Nadelbäume.
Ackerflächen.
Zurückschalten.
Traktorgeräusche.
16 % Gefälle.
Orte, Dörfer, Städte, Schilder.
Häuser groß und klein; schöne und andere.
Und die Zeit, die Jahreszeit;
Tage, Stunden, Minuten.
Traktorgeräusche.
Dann: Die Momentaufnahmen sind wieder so häßlich oder langweilig, ohne jede Spannung.
Kommt man an das wirklich SCHÖNE nicht ran? Nicht alles ist immer häßlich. Man könnte allem etwas abgewinnen.
Es ist anstrengend und streßig, alles auf die Reihe zu bekommen. Färbt das das Bild der Umgebung?
Der Sitz im Traktor macht mir Probleme.
Ich verbringe viel Zeit in der Gartenlaube auf dem Anhänger. Das tut mir gut – so oder so.
Wieder ein kräftiges Schütteln.
Per Funkgerät helfe ich bei der Routenfindung, wenn Baustellen, Sperrungen, Umleitungen und Kraftfahrstraßen den Weg blockieren.
Wir treffen Leute, die nett, interessiert, aufgeschlossen, freundlich sind. Die Gespräche mit Ihnen machen Spaß.
Dennoch fehlt Freude. Dieses Land und der Norden sind wohl nicht wirklich wichtig auf dieser Reise. Wir hasten hindurch.
Die Reise selbst ist also das Ziel.
Die Beobachtung einer Reise.
Traktorgeräusche.

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Gedanken zu dieser Reise

Ja, es ist in jeder Hinsicht ein verdammter Klimmzug, diese Reise mit Traktor und Gartenlaube mitzumachen. Trotzdem kann ich nicht davon lassen. Jetzt ist so eine Gelegenheit da – die wird kein zweites Mal kommen. Würde ich sie nicht nutzen – ich würde es mir nie verzeihen können. Selbst wenn ich die Reise irgendwann abbreche, werde ich an etlichen Erfahrungen reicher sein.

Es ist gar nicht das Abenteuer, das mich lockt. Was ich mir davon verspreche, was ich erwarte ist: Abstand zur bisherigen Arbeit und Inspirationen für die Tätigkeit in der Kunst zu gewinnen; ich möchte meine Leichtigkeit, Beweglichkeit und mein Lachen von früher wieder finden; ich möchte Landschaften und Menschen beobachten und Impulse sammeln; ich möchte meine Kontaktfreudigkeit schulen. Und wenn ich dann heimwärts ziehe, möchte ich eine stattliche Beute in Schrift und Skizze und Dokumentation mit mir tragen.

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Bilder aus 2010

2010 war ein Jahr vieler Experimente. Wechselnde Arbeitsplätze beim Malen paßten zu der Lust,  Materialien, Werkzeuge und Themen auszuprobieren. Herrschte 2009 noch eine gewisse Strenge bei dieser Auswahl vor, so setzt sich 2010 die Freiheit durch.

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