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Stausee des Agueda.

Ein Platz für das Gefährt an einem Stausee des Agueda. Hier kann Scheff seinen ersten richtigen kompletten “Freitag” in Spanien machen. Nur der Freitag-Besuch fehlt.

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Oliven

Auf dem Weg nach Nord-Westen begleiten uns Olivenplantagen. Die Oliven werden zunächst komplett gemahlen. Dann erst folgen 1. und 2. Pressung. Die 2. Pressung ist aromatisch von geringerer Qualität. Die Rückstände der Pressungen werden getrocknet und als Heizgranulat verwendet. 

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Stau in Cardena

Interessierte Aurofahrer, Passanten und Barbesucher blockieren zusammen mit uns – im Gespräch vertieft – englisch, spanisch und mit Händen – die Hauptverkehrsader in Cardena.

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Nicht nur die Gegend ändert sich.

Der nördliche Teil von Spanien ist grün. Richtung Süden erstreckt sich bis hinter Madrid eine Gegend mit lebendiger Vegetation. So viele Bäume sehe ich sonst nirgends. Bei den Menschen vor den Bars, an den Straßen, in den Städten und Dörfern erwecke ich Aufsehen. Sie freuen sich, reißen die Arme hoch, der Daumen ist zu sehen. Wenn ich in eine Ortschaft zurück gehe, werde ich gegrüßt. So ein Gefährt ist eben Spitze.
Der Süden, kurz vor Lorca, ändert sich schlagartig. Menschen an den Bars unterbrechen ihr Gespräch nicht. Bis auf einige Kinder und – möglicherweise – Urlauber bemerkt mich niemand. Selten, daß ein Arm zur Begrüßung nach oben geht. Das Zeichen der Gladiatoren-Kämpfe, der erhobene Daumen, ist hier vielleicht nicht bekannt.
In den Las Alpujarras wird es dann wieder etwas lockerer. Nördlich von Granada gehen die Arme hoch und der Daumen ist aufs Neue zu sehen.
Was ist anders im Süden?
Ist es die fehlende Arbeit im Süden? Sind zu viele Fremde im Süden, die das ursprüngliche vertraute Gefüge zersetzen und den Blick auf außergewöhnliche Dinge verzerren, betäuben?
Was ändert die Menschen so im Süden? Selbst die hohe Anzahl von Einbrüchen in Fincas gibt es nur hier.
Warum ist der Süden anders?

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Ein Mann mit Mut.

Sierra de la Contraviesa – Alpujarra.
In 1280 bis über 1300 Meter Höhe träumte El Cortijo – das Landgut, das Weingut – Barranco Oscuro von alten Zeiten, als die Weinberge noch Weinberge waren und keine Mandelbaum-Berge und als der alte Weinkeller und die große Presse noch ihren Sinn und Zweck erfüllten.
Dann kam das Jahr 1980.
Manuel Valenzuela, genannt Marchal, hatte harte Jahre der Ausbildung und Existenzsicherung hinter sich, als er mit seiner Familie einen Ort suchte, um sich niederzulassen und Wein anzubauen.

Mit Energie und einer gehörigen Portion Unternehmergeist erwirbt er 15 Hektar des alten Weingutes. Er rodet die Mandelbäume und baut Wein an – auf dem höchsten Weinberg Europas (1280 – 1368 m). Er sammelt neue Erfahrungen, erforscht Weinsorten – auch französische – und lernt gute von schlechten Ratschlägen zu unterscheiden.

Die Mühen sind von Erfolg gekrönt. Bald gibt es den ersten sortenreinen Wein – kein typischer Wein für die Region.
Als Marchal einen 3-geschossigen Weinkeller baut, wird er belächelt. Im Erdgeschoß die Gärbehälter. Im 1. Untergeschoß wird abgefüllt, etikettiert, gelagert und dort ist der Weinkeller mit seinem spezifischen Ziegelgewölbe, das zunächst niemand mauern wollte. Im 2. Untergeschoß dann die Sektregale, in denen die Flaschen während der Gärungszeit fachmännisch von Hand gedreht werden.
Was nach der Fertigstellung viel zu groß aussieht, ist heute schon etwas eng. Die Weitsicht hat sich bestätigt. Die Qualität von Wein und Sekt zahlen sich aus. Es sind alles natürliche Produkte; Chemie ist bei der hohen Lage nicht notwendig und nicht erwünscht. Marchal ist der einzige Sektproduzent seiner Region. Seine Kunden findet er weltweit. Der Verkauf bedeutet Reisen: er stellt seinen Wein und Sekt in Kanada, London, Paris, Zürich und vielen weiteren Orten vor. Beliefert werden erlesene Restaurants und Sterne-Köche. Der Vorrat ist auf natürliche Weise begrenzt – bei Marchal gibt es keine Massenware.

Informationen und  Produktpalette:
www.barrancooscuro.com

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