Archiv des Autors: Siegfried Thiele

Hermann – der Schraubensammler.

Jeder hat hier seinen Namen: Hermine, die Gartenlaube, Hermann, der Anhänger, Hubert, der Traktor, Herr Bomann, der Waschhalbautomat, Fridolin, der Kefir und Roggi, der Roggensauerteig.
Hermann hat nun wieder einmal eine Schraube gefunden und natürlich mitgenommen. Dieses Mal ist es das hintere Rad auf der rechten Seite. Er scheint ein echtes Faible für Schrauben zu haben.
Mit Luftpumpe hätte ich so noch weiter fahren können. Aber repariert ist eben besser und ich kann die Zeit nutzen: Ich bin bis Freitag zum Warten verurteilt – dann kommt Heidi mit dem Bus in Andujar an.

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Nicht nur die Gegend ändert sich.

Der nördliche Teil von Spanien ist grün. Richtung Süden erstreckt sich bis hinter Madrid eine Gegend mit lebendiger Vegetation. So viele Bäume sehe ich sonst nirgends. Bei den Menschen vor den Bars, an den Straßen, in den Städten und Dörfern erwecke ich Aufsehen. Sie freuen sich, reißen die Arme hoch, der Daumen ist zu sehen. Wenn ich in eine Ortschaft zurück gehe, werde ich gegrüßt. So ein Gefährt ist eben Spitze.
Der Süden, kurz vor Lorca, ändert sich schlagartig. Menschen an den Bars unterbrechen ihr Gespräch nicht. Bis auf einige Kinder und – möglicherweise – Urlauber bemerkt mich niemand. Selten, daß ein Arm zur Begrüßung nach oben geht. Das Zeichen der Gladiatoren-Kämpfe, der erhobene Daumen, ist hier vielleicht nicht bekannt.
In den Las Alpujarras wird es dann wieder etwas lockerer. Nördlich von Granada gehen die Arme hoch und der Daumen ist aufs Neue zu sehen.
Was ist anders im Süden?
Ist es die fehlende Arbeit im Süden? Sind zu viele Fremde im Süden, die das ursprüngliche vertraute Gefüge zersetzen und den Blick auf außergewöhnliche Dinge verzerren, betäuben?
Was ändert die Menschen so im Süden? Selbst die hohe Anzahl von Einbrüchen in Fincas gibt es nur hier.
Warum ist der Süden anders?

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Eine naturbelassene Bucht.

Durch seine Abgeschiedenheit ist San Pedro ein Zufluchtsort für viele. Hier kann jeder noch tun, was er will.

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Der erste Versacker.

Auch ein Traktor sollte nicht über einen “windverblasenen” Strand fahren. Das bedeutet heute für mich: 3 Stunden schaufeln mit Hilfe des netten Spaniers auf dem Bild. Dann steht alles wieder auf festem Boden. Das Resultat ist im Bild festgehalten; aber wie so oft: am Anfang der Aktion wird kein Bild von der Ursache gemacht.

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Ein Gebirge im Naturpark direkt am Meer.

Es ist der Naturpark: Gabo de Gata Nijar. Ich stehe in einer wunderschönen Gebirgslandschaft neben einer Investruine von ca. 300 Mil. €. Der Abstand von mindestens 100 Metern zur mediterranen Grenze ist nicht eingehalten worden. Es sind nur 50 Meter. Nach 3 Jahren Bauzeit sind die Arbeiten eingestellt worden. Die Baukräne stehen immer noch da – in der Nacht sogar beleuchtet. Von den Balkonen wächst das Gras. Es fehlen nur die Ziegen, um es zu fressen.

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